Open-Air-Ausstellung des Museums im Kloster

Wie Bersenbrücker Schüler die Corona-Pandemie künstlerisch verarbeiten, zeigt die Ausstellung „Der offene Einblick“ in den Fenstern des Museums im Kloster. Spaziergänger können von außerhalb des Museumsaus betrachten, wie die Schüler ihre Gefühle – Angst, Sorgen, Wut – in ihren Bildern umsetzen. Die Schüler der von-Ravensberg-Schule in Bersenbrück haben sich im Kunstunterricht mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen auseinandergesetzt. Die Bilder hängen nun unter der Überschrift „Der offene Einblick“ in den Fenstern des Museums im Kloster. Als „offener Kommunikationsort“ möchte das Museum laut Katharina Pfaff, Mitarbeiterin des Kulturbüros des Landkreises Osnabrück, fungieren. Gerade die jugendliche Perspektive darzustellen sei wichtig, sagt sie. Die Idee, dass die Schüler sich künstlerisch mit dem Thema Corona auseinandersetzen sollten, stieß bei der Fachleitung Kunst der von-Ravensberg-Schule, Cecile Bialeck, und ihrer Stellvertretung, Susanne Roll, auf offene Ohren. „Die Kinder können sich durch das Malen ganz anders ausdrücken“,erklärt Roll, die auch die School-Art-AG in der Schule leitet.Außerdem sei dies eine gute Möglichkeit, das Nachbarschafts-Netzwerk zu stärken. Schließlich sei die Oberschule kaum eine Gehminute vom Museum entfernt.Und außerdem solle die Ausstellung in den Fenstern des Museums ein Anreiz für alle Bersenbrücker sein, an die frische Luft zu gehen und sich die Bilder bei einem Spaziergang ganz ungezwungen anzuschauen. Die ersten Arbeiten, die in den Fenster hängen, stammen aus dem Kunstkurs des sechsten Jahrgangs. Man sieht DNA-Stränge, die angefressen werden, Viren und viele Masken. Der Betrachter ahnt die Ängste, Sorgen und auch die Wut der Schüler. Ein kleiner Text unter jedem Bild gibt zusätzliche Informationen über die jeweilige Arbeit. Die Bilder sollen nach und nach mit Arbeiten aus anderen Jahrgängen und Kursen ausgetauscht werden. Die Kunstwerke werden so lange in den Fenstern des Museums im Kloster zu sehen sein, wie das Thema Corona die Schüler und den Rest der Gesellschaft noch beschäftigt. (Artikel aus der NOZ vom 3.12.2020)