Schuleinweihung 2006

Schuleinweihung mit Kultusminister Busemann

        

Die Formation ist gelandet: Am 20.11.2006 wurde die von-Ravensberg-Schule in Bersenbrück eingeweiht.

Mit einem “Vogelzug in V-Formation” verglich Schulleiter Bernd Mecklenfeld die gemeinsamen Anstrengungen von Kommune, Baufachleuten, Schülern, Lehrern, Eltern um die “Neugestaltung der Schullandschaft in Bersenbrück”. 2003 begann das Abenteuer, nun sei man angekommen, “erschöpft, aber glücklich”.

Das Ergebnis scheint den niedersächsischen Kultusminister Bernd Busemann restlos überzeugt zu haben. “Ich bin begeistert”, lobte er den Bau (“in hellen Räumen lernt es sich besser”) und das, was in ihm zu Hause ist: ein neuer Typ von Schule.Den will die Landesregierung voranbringen mit einem im Sommer verabschiedeten Gesetz zur “Eigenverantwortlichen Schule”. Ab Mitte 2007 sollen die niedersächsischen Schulen “eigene Wege zur Erreichung der Unterrichtsziele und Schulabschlüsse gehen und mittels einer erweiterten Personal- und Budgetverantwortung selbstständig entscheiden können”.
Die Schulen bleiben “staatlich verantwortet”, betonte der Kultusminister. Doch die regelnden Erlasse werden ausgedünnt, Vertreter aus Elternschaft, Schülern und Lehrern bilden einen “geschäftsführenden” Schulvorstand, während die Gesamtkonferenz sich auf ihre pädagogischen Aufgaben konzentriert. “Je freier die Schule im Erreichen ihrer Ziele ist, desto besser sind die Ergebnisse”, erwartet Busemann.
An der Von-Ravensberg-Schule gefiel ihm auch, dass sie für ihr Ganztagsangebot Partner von außen miteinbezieht, die Sportvereine etwa. Er sieht in Bersenbrück eine “kindgerechte Lernlandschaft” im Entstehen. Bemerkenswert fand Busemann das “lokale Bildungsnetzwerk”, das sich in Bersenbrück herausbilde. Schule, Betriebe und Institutionen wie die Handwerkskammer hätten sich zum “Arbeitskreis Schule und Beruf” zusammengefunden, der immer wieder Aktionen auf die Beine bringe, die der beruflichen Orientierung der Schüler dienen. Praktische Erfahrungen sammelten die Schüler auch in ihrer Schülerfirma und in Werkstattprojekten.

Je mehr Probleme und Schwierigkeiten aus dem heimischen Umfeld in die Schule getragen würden, desto wichtiger werde die pädagogische Arbeit, die die Ganztagsschule leisten könne, sagte Dr. Michael Lübbersmann. Die schulische Arbeit werde zunehmend über Erziehung hinaus Lebensarbeit. Dieser Aufgabe könne der Staat sich nicht entziehen, im Gegenteil: Die Ganztagsschule schaffe ein Stück Chancengleichheit. Die Von-Ravensberg-Schule biete Lösungen für viele Probleme

Schülersprecher Lutz Trienen brachte es auf den Punkt. “So gut, wie sich das entwickelt, kann sich das nur positiv auf unsere Zukunft auswirken.” Als Elternsprecherin nutzte Ulrike Tegelhütter die Gelegenheit, Schulleiter Bernd Mecklenfeld zu danken, denn der habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren “Außergewöhnliches geleistet”. Mecklenfeld wiederum gab den Dank an seine Mannschaft weiter: Sie sei ein “tolles Team”.